Abenteuer über Abenteuer
- Jüjü Juillard
- vor 1 Tag
- 4 Min. Lesezeit
Hallo Freunde
Wie immer gilt auch dieses Mal wieder: Dass ihr lange nichts von mir gehört habt, liegt daran, dass vieles passiert ist. Seit dem letzten Update habe ich einen 8-wöchigen Einsatz geleitet, die DTS, die ich geleitet habe, abgeschlossen, war für eine Woche in Fiji für einen Workshop, habe mich für unbestimmte Zeit auf unserer Base verpflichtet und vieles mehr. Aber vielleicht fangen wir besser von vorne an. Und ich werde mein Bestes geben, es so kurz und knackig zu halten, wie es geht. Versprochen😁
Inhalt:
-Zweite Hälfte Lecture Phase
-6 Wochen Fiji Outreach
-2 Wochen Neuseeland Outreach
Im nächsten Newsletter:
-Nick
-Schule abschliessen & Ferien
-Fiji DTS Workshop
-Meine Zukunft in Neuseeland
Zweite Hälfte Lecture Phase
Es ist tatsächlich schwierig zu sagen, was alles so passiert ist. Einerseits gibt es nicht so viele Events oder spezifische Dinge, die spannend zu erzählen oder zu lesen sind. Andererseits passiert hier so viel und jede Woche (oftmals jeder Tag!) ist spannend und neu. Ich habe einfach noch nicht die beste Art gefunden, das auch auf Papier zu bringen. Ich erzähle euch liebend gerne von den Events und Highlights, aber was diese Arbeit hier für mich ausmacht, sind die Menschen, die Nähe zu Gott, die Abenteuer, die jeden Tag kommen, und die Durchbrüche im Leben von jedem Schüler und Mitarbeiter. Und davon gibt es echt zur Genüge! Geschichten, die von kleinen Aha-Momenten im Unterricht über Vergebung an Eltern bis hin zur Dämonenaustreibung reichen. Und nicht zu vergessen der langsame, aber über 5 Monate doch riesige Fortschritt im Leben von jedem einzelnen Schüler. Deswegen mache und liebe ich diesen Job! Ich werde versuchen, diese Dinge in Zukunft ein wenig besser zu beleuchten: die Momente zwischen den Events und den aufregenden Trips in andere Länder.
6 Wochen Fiji
Wir hatten eine sehr volle Zeit in Fiji! Voller Freude, voller toller Begegnungen, voller Zeugnisse, aber auch voller Challenges und vollem Programm. Im Schnitt haben wir mehr als einmal die Woche unsere Location gewechselt. Hier eine kleine Übersicht:

Noch fast mehr als andere Male haben unsere Pläne ständig gewechselt oder wir hatten gar keine. Aber der Herr hat uns immer geleitet. Schon auf unserer Reise nach Fiji ging es los: Unser Flug wurde über eine Dauer von 24h neun Mal nach hinten verschoben. Irgendwann fingen wir an, uns zu fragen, was Gott uns damit sagen will. Dieses ganze Warten und Beten hat dazu geführt, dass wir um 23:00 in einem Innenhof am Boden sassen, Worship-Lieder sangen und uns beieinander für Dinge entschuldigt und um Vergebung gebeten haben. Diese Verspätung der Airline war das Beste, was uns passieren konnte, weil wir da erst ein Team wurden. Von da an konnten uns weder die Hitze noch Bettwanzen noch das viele Reisen oder unbequeme Schlafsituationen etwas anhaben. Naja, fast.
Normalerweise verbrachten wir auf meinen Einsätzen die meiste Zeit auf einer YWAM Base und hatten dann eine oder zwei Wochen, die wir in einem Dorf in einer Kirche verbrachten. Dieses Mal verbrachten wir unsere Zeit vor allem auf Kirchenböden, bei Pastoren im Haus oder sonst wo in einem Dorf, und hatten dann zwei Wochen auf einer YWAM Base. Ihr könnt euch vorstellen, dass das nicht immer bequem war und auch der eine oder andere Konflikt daraus entstand. Ihr könnt euch aber bestimmt auch vorstellen, dass wir auf diese Weise sehr viele Leute in sehr kurzer Zeit sehr gut kennengelernt haben und auf diese Art und Weise ein Segen sein durften, aber auch selber extrem gesegnet und ermutigt wurden. Ein kinderloses Ehepaar in Lautoka zum Beispiel hat uns direkt adoptiert. Wir nennen sie Amma und Appa: Hindi für Mama und Papa. Und sie nennen uns ihre Kinder. Extrem süss, die zwei!😊
Für unsere letzte Woche hatten wir bis Montagmorgen keinen Plan, was wir machen werden. Das Einzige, was Gott uns gegeben hatte, war ein Dorfname: Vunitogoloa. Wir waren zwar am Samstag davor schon da, durften aber nicht in das Dorf rein ohne das sogenannte Sevusevu, die fijianische Willkommenszeremonie. Also haben wir an der Bushaltestelle für offene Türen und die Gunst des Häuptlings gebetet. Am Montag sind wir also wieder nach Vunitogoloa aufgebrochen – ohne Plan, ohne sicheren Schlafplatz und unsicher, ob die Leute im Dorf uns überhaupt erwarten.
Zuerst gingen wir zum Haus des Häuptlings für die Zeremonie, nur um herauszufinden, dass er uns erst drei Tage später erwartete und noch keinen Schlafplatz für uns organisiert hatte. Umso mehr waren wir dann überrascht, dass er uns bei sich zuhause beherbergen wollte. So krass! Wir haben für Gunst beim Häuptling gebetet, und plötzlich schlafen wir nicht nur in seinem Dorf, sondern sogar in seinem Haus. Gott ist so gut! Und unsere Zeit dort war so gut. Zwar mit unzähligen Bettwanzen, was für einige im Team sehr herausfordernd war, aber wir haben eine gute Beziehung zur Familie und vor allem zu seiner Tochter aufbauen können. Wir haben Hausbesuche gemacht, Kinderprogramme, einen Jugendgottesdienst, und als wir dann zwei Tage später wieder gingen, flossen einige Tränen. Es gibt noch so viele weitere Geschichten von solchen Begegnungen mit neuen Freunden, dem Besuchen von (für mich) alten Bekannten und davon, wie Gottes Plan immer besser ist und manchmal halt Last Minute auftaucht.
2 Wochen Neuseeland
Zurück in Neuseeland haben wir dann ein paar Nächte in Kaitaia verbracht und sind dann nach Paihia gegangen. Das ist da, wo wir auch immer unsere Cross-Cultural-Missions-Week haben. Wir haben während 5 Tagen an den Vorbereitungen und dem Aufbau des “Waitangi Day” mitgeholfen. Wir waren vor allem für die Abfallentsorgung der Stände verantwortlich, hatten aber auch einige Möglichkeiten zu evangelisieren. Die Tage danach haben wir vor allem Strassenevangelisation und ein, zwei kleinere Einsätze gemacht. Es war sehr toll, einerseits für uns, andererseits war es aber auch sehr wichtig für unsere Base, da wir mehr in unsere Region investieren wollen und mit diesem Trip gute Kontakte knüpfen und erste Schritte in diese Richtung machen konnten. Langfristig also sehr hilfreich.
Dieser Newsletter ist schon lange genug, deswegen erzähle ich den Rest im nächsten Beitrag, der wahrscheinlich in zwei Wochen oder so kommt. Ich habe noch eine Geschichte vom Outreach und einige News für die nächsten Monate und sogar Jahre!
Sota tale👋🏻






























































































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